„Warum höre ich denn da so coole Musik oben auf dem Berg, weiß jemand was da los ist?“, fragte eine Person in der Facebookgruppe Wallau-Lahn. Was da vom Berg herunterschallte, war unser OpenAir Gottesdienst, den wir zum Pfingstfest auf dem Mehrgenerationenplatz gefeiert haben. Zunächst war unklar, ob wir den Gottesdienst draußen feiern könnten. Um 8 Uhr morgens standen unsere Aufbauhelfer auf dem Platz und haben mutig entschieden, den kalten Wind, der wenig Hoffnung auf gutes Wetter versprach, einfach zu ignorieren. Wie gut diese Entscheidung war, stellte sich nur wenige Minuten später heraus. Es war einfach nur ein fantastisches Wetter. Gemeinsam haben wir einen tollen Pfingstgottesdienst feiern können und auch die Kids kamen nicht zu kurz. Zusammen mit Professor Dr. Lustlos und der zappeligen Laborassistentin Frau Aufgeregt haben die Kinder die neue Erfindung des Professors ausprobiert. Eine Zeitmaschine, aus der sogar ein echter Dinosaurier herauskam. Dino wollte unbedingt wissen, was Pfingsten ist und so hat das Evangelium an diesem Tag, sogar die Kreidezeit erreicht. Weitere OpenAir Gottesdienste z.B. mit unserem Bundesekretär Burkhardt Theis oder der Familiengottesdienst, den die KiGo gestaltet hat, folgten in den Wochen darauf. Solange das Wetter mitgespielt hat, haben die FeGn Wallau und Bad Laasphe über die Sommerzeit gemeinsam OpenAir Gottesdienste auf dem Mehrgenerationenplatz in Wallau draußen gefeiert.

 Ein besonderer OpenAir Gottesdienst war unser Familiengottesdienst, den die KiGo-Kids ganz toll vorbereitet haben. Unser Pastor Christian Spiertz hat das Thema „Eine Runde Sache“ gepredigt und uns vor Augen geführt, dass Gott den Durchblick behält. Unsere Kinder haben das Thema ebenfalls aufgegriffen und uns manche „Runde Sache“ vorgestellt. So tanzten sie mit dem kunterbunten runden Schwungtuch zu dem Lied „Herr deine Liebe ist tief und weit“, spielten Topfschlagen unter dem Tuch und rundeten den Gottesdienst mit unserer Kidsband ab.

 

 

Auch den Kigo hatte es sehr getroffen seit dem Frühjahr 2020. Wie überall galt auch hier die Regel „Stay at home“. Bis zum Herbst 2020 ruhte somit auch der Kindergottesdienst. Dann konnten wir wieder mit Kleingruppen bis zu 10 Kindern, Hygienekonzept und vorheriger Anmeldung langsam wieder anfangen. Die Kinder und auch die Mitarbeiter haben sich so sehr gefreut sich endlich wieder in „echt“ zu sehen. Auch wenn noch kein Singen und Spielen erlaubt war, so tat doch der Austausch sehr gut.

Alles ging so bis zum 2. Advent, danach war Präsenzgottesdienst leider nicht mehr möglich. Es wurde überlegt ob wir unter diesen Umständen denn eine Weihnachtsfeier überhaupt in irgendeiner Weise verantworten könnten und haben angefangen die „Weihnachten to go“- Aktion überlegt. Es wurde viel geplant, gebastelt, gepackt mit vielen Helfern aus der Gemeinde, aber schlussendlich wurde uns diese Aktion leider gestrichen. Der Geburtstag Jesus musste nachgefeiert werden!! Immerhin hatten wir dank Christian und seiner grünen Wunderwand eine ganz tolle Weihnachsvideogeschichte, die die Kinder einzeln aufgenommen haben. Die Patenaktion wurde coronatauglich gemacht, indem die Paten Videobotschaften aufgenommen haben und diese Botschaft dann immer an das jeweilige Kind gesendet wurde. Die Geschenke wurden kontaktlos übergeben. Nach Weihnachten starteten wir mit dem Kigo in der Tüte. Für die Kinder wurden jeden Sonntag Tüten unter dem Carport aufgehängt in denen sich die jeweilige Geschichte und Bastelanleitungen oder coole Experimente befanden. „Wer kann mit Brausetablettenröhrchen am weitesten schießen, wie schwimmt eine Büroklammer, wir starten eine Teebeutelrakete, backen Brot, machen Meisenknödel".

Rückmeldung gab es oft über die jeweiligen Gruppen anhand von Bildern. Viele Familien bearbeiteten die Tüte im Laufe der Woche sozusagen im Homeschooling als Religionsunterricht. Für die Organisation waren die Tüten toll, konnte man doch schon unter der Woche die Tüten vorbereiten, wenn man Sonntags mal anderweitig verplant war. Jedoch blieb auch hier wieder der persönliche Kontakt völlig auf der Strecke. Wie geht es den Kindern? Was für Sorgen und Ängste haben sie? Wie können Sie Kraft schöpfen? Das konnte auch in den Online-Kigos nicht aufgearbeitet werden. Hier hatten die Kinder aber wenigstens die Möglichkeit zu singen und taten dies auch voller Freude. Zu Ostern hatten wir eine tolle Oster-Wallau-Ralley gemacht, wo die Kinder anhand von Rätseln Koordinaten bekamen und immer einen neuen Wegpunkt suchen mussten.

Am Ende gab es im „Ostergarten“, wo Jesus leeres Grab zu sehen war natürlich auch einen Schatz zu heben. Die Familien hatten die ganzen Osterferien Zeit dazu, so dass jeder gehen konnte wann es am besten passte. Mit dem Start der Open-Air-Gottesdienste am Mehrgenerationenplatz konnten wir auch endlich wieder richtig Kigo feiern. Wir konnten dazu das Schulgelände nutzen und hatten draußen sehr viel Spaß. Zu Pfingsten gab es einen tollen Familiengottesdienst bei dem uns viele Helfer bei der Vorbereitung unterstützt haben. Da singen ja noch nicht erlaubt war, hat Familie Dörr die Kinder Lieder zuhause aufnehmen lassen und das Ganze zu einem tollen Chor zusammengemixt.

Wir hoffen sehr dass uns die Situation erlaubt weiterhin so tolle Kindergottesdienste zu feiern, möchten aber auch nochmals um Unterstützung bitten. Jeder der möchte ist herzlich eingeladen uns sonntags zu helfen. Einige Minihelfer von den Frogs haben wir schon gewinnen können und freuen uns sehr darüber.

Wie wird es wohl nach anderthalb Jahren Distanz sein, wieder Teenkreis in Präsenz zu veranstalten? Wie müssen wir unser Programm an die neuen Regeln und Umstände anpassen? Können wir überhaupt eine Nähe und vertraute Basis aufbauen, wenn wir Abstände einhalten und Masken tragen müssen? Werden überhaupt Teens kommen?

Diese und viele andere Fragen haben wir uns als Teenkreismitarbeiter immer wieder gestellt. Und ich muss zugeben, dass ich vor unserem ersten Teenkreistreffen 2021 ziemlich aufgeregt war. Doch alle Sorgen waren unbegründet. Es war 18:30 Uhr, wir Mitarbeiter haben uns zu letzten Absprachen und Gebet getroffen und die ersten Teens trudelten wie immer eine halbe Stunde vor Teenkreisbeginn ein, also: Alles beim Alten.

Genug Gesprächsstoff war auf jeden Fall da und auch die vor dem Lockdown aufgebauten Beziehungen konnten schnell abgestaubt werden. Das einzige „Problem“ war es, einige der Teens wieder zu erkennen, denn mit der Zeit machen sich so manche Entwicklungen dann doch bemerkbar. Die Interessen haben sich jedoch wenig geändert und der Wunsch nach gemeinsamer Aktion war groß.

Ob Schneckenrennen, Wasserspiele - inklusive trockenen Fußes über die Lahn zu kommen, ohne die Brücke zu benutzen, Mister X, Werwolf oder Kochduell. Im Teenkreis kommt jede/r auf seine/ihre Kosten.

Wir als Mitarbeiter sind dankbar für unsere coole Gruppe, den Spaß und die Gemeinschaft, die wir mit den Teens zusammen erleben dürfen!

Laura Schwarz

 

 

 

 

Beten ist „das Atmen der Seele“ so haben es manche Glaubensmänner beschrieben, frei nach 1. Tessalonicher 5 Verse 16 bis 18:

„Freut euch allezeit, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen, denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“

Dies war jedoch im Rahmen von Gemeinschaftsveranstaltungen mit Personen meist aus mehreren Familien - was langjähriger fester Bestandteil im Gemeindeleben war - in der „CoronaZeit“ wegen den verordneten Einschränkungen viele Wochen leider nicht möglich bzw. erlaubt, sehr zum Bedauern der regelmäßigen Teilnehmer dieses wichtigen Bausteins der Gemeinde.

Doch - Gott sei Dank - können wir diesen Momenten der segensreichen Begegnungen mit den Glaubensgeschwistern und vorrangig mit dem Herrn Jesus Christus, unserem Herrn und Heiland - und Schöpfer aller Dinge - in letzter Zeit im Gemeindezentrum jeden Donnerstag wieder mit Danksagung, Lobgesang und Fürbitte nachkommen.

Nicht unerwähnt möchten wir aber die „Open Air“ Gebetsstunden im Hof bei Christel Junker bzw. im Garten von Kerstin Pfeifer im letzten Jahr erwähnen. Christel berichtete, dass unser Gesang und auch so manche Worte auf positive Resonanz bei ihrer Nachbarin gestoßen sei.

In der Hoffnung und Zuversicht, dass alles bald wieder normal läuft - und dafür beten wir auch - ermutigen wir weitere Geschwister der Gemeinde die Gebetstunde (z.Z. Donnerstags um 19:30 Uhr) zu verstärken.

 

 

 

 

An meine Jugendzeit erinnere ich manchmal gerne zurück. Zum Beispiel an das Lied von John Barnett „Vater des Lichts“, das wir in unseren Jugendgottesdiensten rauf und runter gesungen haben. Im Mittelpunkt der zweiten Liedstrophe heißt es: „Vater des Lichts, du änderst dich nicht, bleibst immer derselbe.“ Gott ist kein Fähnchen im Wind, der morgen seine Meinung ändert, oder ein komplett anderes Gesicht zeigt. Im Jakobusbrief 1, 17 wird genau das zum Ausdruck gebracht.

Jakobus schreibt an Schwestern und Brüder im Glauben, die mancherlei Gegenwind ausgesetzt sind [Jak 1,2]. Jakobus will die Gemeinde ermutigen und ihnen in Aussicht stellen, dass es sich lohnt die Herausforderung des Lebens durchzustehen. Wer durchhält, der wird geduldiger werden und wird sich zu jeder Zeit im Glauben nach Gott ausstrecken und ihn – den Vater des Lichts – um Hilfe bitten [Jak 1,3]. Gott will dir Weisheit schenken, wenn du nicht mehr weiterweißt, also frag ihn ruhig. Er stellt dich nicht bloß und sagt: „Seht mal, der Typ hat sich im Leben schon wieder verrannt.“ Ganz im Gegenteil [Jak 1, 5]. Doch die nachfolgende Passage macht mich stutzig. Wird da etwa gesagt, dass nur diejenigen eine Portion Weisheit bekommen, die auch fest damit rechnen, dass Gott ihnen helfen wird, aber diejenigen, die voller Zweifel sind, ob Gott sie hört, denen steht Gott nicht zur Seite? [Jak 1,6]. In ausgeschmückten Worten wird der Zweifel beschrieben. Er gleiche einer Meereswoge, die vom Wind getrieben wird. Ein Zweifler soll nicht erwarten, dass Gott sein Gebet um Weisheit erhört. [Jak 5,7-8].

Wie unfair – denke ich – und muss tiefer nach der Bedeutung dieses Verses graben. Ich schaue mir das Wort „zweifeln“ näher an und merke, dass es nicht um ein gelegentliches Zweifeln geht, sondern um ein Gespalten-sein, dass sich durch die Gesamthaltung des Menschen gegenüber Gott ausdrückt. Paulus kritisiert eine zweifelnde Grundhaltung gegenüber Gott offensichtlich auch in Röm 14, 23. Schnell merke ich, dass dies auch eine ganz schön komplizierte Verschachtelung von Argumenten ist. Die Quintessenz zeigt aber, dass zweifeln an Gott bedeutet, dass man ihm nicht traut, oder gar misstraut, vielleicht sogar Hilfe bei anderen Göttern sucht. Die hellenistisch geprägten Gemeinden kennen das geistliche Angebot der Antike. Jakobus will seine Gemeindefreunde daran erinnern, dass Gott als Adresse des Glaubens vollkommen ausreicht. Wer Gott um Hilfe bittet, dann aber in den nächsten Tempel geht und anderen Göttern ebenso um Rat und Segen bittet, der vertraut nicht wirklich auf Gottes Zusagen. Er gleicht einer unbeständigen Meereswoge. In diesem Konkreten Fall soll der Zweifelnde, wegen seiner misstrauischen Grundhaltung, nicht erwarten, dass Gott helfend eingreift. Es ist aber nicht so, dass die Gemeinde Gottes nicht etwa dazu aufgefordert wird, dem zweifelnden beizustehen. Es wäre ein Trugschluss, würde man schlussfolgern, wenn Gott das Gebet der zweifelnden ablehnt, dann könnten auch wir als Gemeinde solche Menschen einfach ignorieren. Im Gegenteil, im Judesbrief wird die Gemeinde Gottes mit flehen dazu ermutigt, sich zweifelnden Menschen zuzuwenden und ihnen die richtige Stabilität zu geben, nach der sie auch suchen [Jud 23,21].

Zurück zum Jakobusbrief: Ich denke, was Jakobus zum Ausdruck bringen möchte ist, dass Gott seine Tür für uns jederzeit offenhält. Wir dürfen eintreten und Gott um Rat bitten. Seine Zusage der Gnade durch Jesus Christus bleibt bestehen. Auch wenn wir manches Mal, wie ein Fähnchen im Wind hin und her wedeln, ändert das nichts daran, dass der Vater des Lichts uns liebt und uns einlädt ihm zu vertrauen. Gott bleibt derselbe, heute, morgen und an jedem Tag deines Lebens [Jak 1, 17]. Auf seine Zusage des Evangeliums, kannst du dich verlassen.

Pastor Christian Spiertz

 

 

 

 

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