Angedacht - Teilen als christliche Leitkultur

In der Apostelgeschichte heißt es im Anschluss an das Pfingstwunder:

„Alle, die zum Glauben an Jesus gefunden hatten, ließen sich regelmäßig von den Aposteln unterweisen und lebten in enger Gemeinschaft. Sie feierten das Abendmahl und beteten miteinander. […] Die Gläubigen lebten wie in einer großen Familie. Was sie besaßen, gehörte ihnen gemeinsam. Wenn es an irgendetwas fehlte, war jeder gerne bereit, ein Grundstück oder anderen Besitz zu verkaufen und mit dem Geld den Notleidenden in der Gemeinde zu helfen. […] In großer Freude und mit aufrichtigem Herzen trafen sie sich zu den gemeinsamen Mahlzeiten. Sie lobten Gott und waren im ganzen Volk geachtet und anerkannt.“

Ich frage mich, wie würde unsere Gemeinde eigentlich aussehen, wenn wir so miteinander leben würden? Niemand besitzt mehr etwas für sich selbst, sondern jeder hat alle Dinge gemeinsam? Eine Gütergemeinschaft, die seines gleichen sucht. Vielleicht mag dies für den ein oder anderen nach Abschottung und sektiererischer Gruppierung klingen. Doch geht es der sogenannten Urgemeinde nicht darum für sich zu leben und unter seines gleichen zu bleiben, sondern vielmehr nach dem Vorbild Jesus Christus Leben miteinander zu gestalten und dem Menschen zu dienen. So werden erste Diakonate gewählt, die für die Versorgung der Armen, Kranken und Witwen sorgen. So wie Jesus sich ganz für uns hingegeben hat bis zum Kreuz, so haben sich auch die ersten Christen der Jerusalemer Gemeinde mit allem eingebracht, was sie zu geben bereit waren. Jeder gab seinen Teil vom Essen, Trinken, Zeit, Geld und investierte sich mit den je eigenen Begabungen und Talenten. Wie Christus geteilt hat, so sollen auch wir alles miteinander teilen, damit jeder satt wird und an keinem Mangel leiden muss.

Der Text stellt uns vor zwei Fragen: 1. Wo lebst du im Überfluss, wo hast du Dinge, die du mit anderen teilen kannst? 2. Wen kennst du, der deine Hilfe braucht könnte, oder etwas von deinem Überfluss?

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