Bemerkenswert - Wycliff in Biedenkopf

Heidrun und Oliver Kröger in der Freien evangelischen Gemeinde Biedenkopf zu Gast

Biedenkopf (kkw). Seit 1995 sind Heidrun und Oliver Kröger für die Organisation Wycliff e.V. verstärkt in Afrika im Einsatz. Ihr Anliegen ist es, die Bibel für so viel Menschen wie nur möglich zugänglich zu machen – eine große Herausforderung, gerade auf einem Kontinent, auf dem circa 2.000 verschiedene Sprachen gesprochen werden. Über ihre Arbeit sprachen die beiden nun bei einem Vortrag in der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) Biedenkopf. 1998 begann das Ehepaar, die Sprache im Norden Mosambiks zu untersuchen. Obwohl portugiesisch dort Amtssprache ist, sei sie von nicht mal einem Drittel der Menschen dort beherrscht worden. Viele der tatsächlich gesprochenen Sprachen existierten jedoch lediglich mündlich, eine Schrift oder gar eine Grammatik gab es nicht. So sei der erste Schritt gewesen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, sie einzuladen, gemeinsam mit den Krögers und ihren Mitarbeitern eine Schrift und eine Grammatik zu entwickeln. Schon bald habe sich gezeigt, dass das Konzept erfolgreich war, so dass die Arbeit auch in Äthiopien fortgesetzt wurde. Als Beispiel stellte Heidrun Kröger die Arbeit an der Bibelübersetzung in die Sprache Ngoni vor. Gemeinsam mit dem Einheimischen Joao Maulana wurde 2012 mit Hilfe eines provisorischen Alphabets ein Wörterbuch erstellt, so dass die Bibel in Ngoni übersetzt werden konnte. Auch das Übersetzungsprogramm und die einzelnen Schritte der Übersetzung, bis hin zum letzten Schritt, der theologischen Überprüfung, wurden erklärt. Außerdem werden ständig Einheimische ausgebildet, so dass sie selbst an den Übersetzungen mitarbeiten können. Ein weiteres Projekt sei die Vorbereitung eines Ausbildungsprogramms zum Übersetzen in Nigeria. Momentan gebe es dort 25 nigerianische Sprachen mit vollständiger Bibelübersetzung, 55 mit einem übersetzten Neuen Testament und 152 aktive Übersetzungsprogramme. Circa 240 Völker haben noch keinerlei Zugang zur Bibel. Dort sei es ein Ziel, so Oliver Kröger, die wissenschaftlichen Grundlagen der Sprachbeschreibung zu erarbeiten. Des Weiteren werden verstärkt Audioversionen der Bibel in zahlreichen Sprachen angefertigt, die es den Menschen, die nicht lesen können, ermöglichen sollen die Bibel kennen zu lernen. Im Anschluss an den interessanten Vortrag hatten die Besucher noch die Gelegenheit, mit Heidrun und Oliver Kröger ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen.

 

 

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